Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 *** Nächste Pappnasensitzung am 12.02.2012 ***


11.Pappnasensitzung am 27.02.2011:
Zwischen Frühsport, Traumtanzmariechen und einem sprechenden Affen...

von Claudia Dams

Diesmal war es beim Eintreffen etwas anders für die Gäste der Pappnasensitzung 2011. Erstmals hatten wir das Foyer geöffnet, um der regen Kartennachfrage gerecht zu werden und daher den Einlass vom Hauptportal des Stadtwaldhauses an den Seiteneingang verlegt. Anfängliche Verwirrung legte sich allerdings recht schnell und alle 400 Gäste fanden zu ihren Tischen.

Alles war vorbereitet, die Bühne mit großen Jutesäcken, Bannern und den neuen Roll-ups geschmückt, das Bühnenfass gut gekühlt und die Spannung im Saal fühlbar. Dass eine Pappnasensitzung nicht einfach nur sitzen und sich jeck berieseln lassen bedeutet, bekamen die Gäste gleich mit dem Einzug vermittelt: unsere Dollen hatten sich Frühsport auf die Fahne geschrieben und sich daher ganz stilecht in geringelte Badeanzüge nach Großväter Art gezwängt, Styroporgewichte mit dabei und unseren Schwaadsack Andy als honoriger Ansager in Frack, Zylinder und Wilhelm-Zwo Bart.

Anfangs schauten zwar alle im Saal etwas skeptisch, als die Dollenriege zu den Klängen von „Alte Kameraden“ hantelschwingend in den Saal einzog. Aber die Spannung wuchs, und tatsächlich: Andy erwartete von unserem jecken Publikum sportliches Einstimmen auf die Sitzung – nicht nur mit den Bewegungs-Klassikern Rucki-Zucki und dem Ententanz sondern auch mit dem Fliegerlied und Macarena…..ein herrlich blöder Auftakt, und der ganze Saal machte mit!!!

Nachdem das Publikum nun so rasch auf Hochtouren gebracht worden war, hatte der erste Programmpunkt leichtes Spiel – die Kalauer begeisterten die jecke Menge durch gekonnte Parodien und stimmliche Vielfältigkeit sowie wirklich witzige Texte – die beiden Herren haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal bei uns gesehen – immerhin sorgten sie bereits für die erste Pappnasen-Rakete des Tages. Hinter den Kulissen konnte man erfahren, dass es den beiden auch sehr gut bei uns gefallen hat und sie von unserem Konzept einer gemischten Sitzung an einem Sonntagmorgen sehr angetan waren. Tja, wir haben uns vor 11 Jahren eben getraut, dieses ungewöhnliche Konzept mal auszuprobieren…

Man sollte meinen, dass nach einer so tollen musikalischen Nummer der erste Redner schwer mit der Stimmung im Saal zu kämpfen hat – aber nicht unsere Freunde aus dem Rhein-Sieg Kreis. Bauer und Wiener – für uns der Michael und der Poldi – strapazierten die Lachmuskeln des aufmerksam lauschenden Publikums mit ihren Betrachtungen zur Gegensätzlichkeit des Landwirts zum Heurigenbesucher und den Anekdoten über die Widrigkeiten des Männerdaseins: Ehe, Fußballclub – alles kam vor. Sehr schöner Vortrag, nochmals Danke dafür!

Mittlerweile tat sich unbemerkt von den feiernden Narren im Saal hinter dem Paravant, der das Foyer abschloss, seltsames……

Gut, dass die Große Tanzgarde der 1878er sich für ihren alljährlichen Auftritt bei uns bereit machte, ließ den erfahrenen Sitzungsbesucher nicht erstaunt die Augenbrauen hochziehen – was wäre eine Pappnasensitzung ohne diese tolle Truppe? Aber irgendwas war diesmal anders….da hatten sich doch ein paar Dolle in das Aufwärmen gemischt und Pitti war als seltsames Tanzmariechen in Tüllröckchen und Pipi-Langstrumpf-Kostüm dabei, sich zu dehnen. Was hatte das zu bedeuten?

Erst mal fing es ganz normal an. Die Garde zog unter lauten Jubel ein, Fahnen wurde geschwenkt, Mariechen getragen und die Jungs marschierten im strammen Schritt auf die Bühne. Allerdings nicht alle. Nur Oli und Sebastian sowie Jenny, Katja, Sandra, Soni, Inez und Svenja gingen hoch, der Rest platzierte sich im Wintergarten. Soweit so seltsam – der erste Tanz begann, die 8 machten ihre Sache wie immer gut und dann passierte es. Unser Nesti in Tanzhose und mit blaugeringeltem Oberteil platzte mitten in den Tanz und verkündete lauthals, die Dollen würde das viel besser machen, schließlich hätten sie geübt und überhaupt – jetzt seien sie mal dran. Der Schwaadsack war fassungslos und fragte mehrfach nach – aber Nesti war nicht von dieser Idee abzubringen und so fand sie statt – in Anlehnung an die Schlacht von Hückelsmay:

DIE TANZSCHLACHT IM STADTWALDHAUS!

Und wahrhaftig, unsere Dollen gaben alles. Pitti begeisterte als Solomariechen allein schon durch seine Anmut, die Jungs hatten in der Tat tüchtig geübt, immer abwechselnd tanzten die 8 von der Garde und die Dollen, der Schwierigkeitsgrad stieg von Mal zu Mal und gipfelte wörtlich in einer dreistöckigen Pyramide der Dollen. Über 600 Kilo geballte Männlichkeit gekrönt von der reizenden Pitti Langstrumpf – es war allen sofort klar, dass nur die Dollen die Schlacht gewonnen haben konnten. Natürlich hatten die 7 nicht nur einfach so geübt – Oli Lauscher als Tanzmajor der Garde hatte im Vorfeld wochenlang mit den Kerls geübt und wurde daher von den Dollen noch auf der Bühne zum Ehrendoll befördert. Auch die Garde wusste bescheid und hat sich auf diesen Blödsinn eingelassen. Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an Euch – das war ein großes Geschenk an uns Labersäcke.

Weil sowieso schon mal alle Gardemitglieder im Saal waren, tanzten sie uns zu Ehren dann auch gleich ihr normales Programm durch, Niklas machte den Ansager par excellence und das Publikum war sich einig – so eine tolle Nummer, so eine Super- Garde und so stramme Kerle wie unsere Dollen auf einer Bühne in einer Nummer – das kriegt man nur bei den Labersäcken zu sehen. Klar, dass eine Rakete fällig war!

Heiter ging es auch gleich darauf weiter – Hätzblatt war gekommen um mit uns zu singen und zu feiern. Die Truppe begleitet die Labersäcke auch schon seit unserer Gründung vor nunmehr 11 Jahren – leider hatte es einige Zeit gedauert, bis sich unsere Termine wieder koordinieren ließen, aber wie auch schon bei den länger zurückliegenden Auftritten rissen sie die Menge mit und brachten Riesenstimmung in den Saal.

Das hatten sich auch die Huusmester vom Bundesdaach vorgenommen. Ebenfalls gute Bekannte vom Schwaadsack. Im bürgerlichen Leben Frank und Axel haben sich einen besonders schwierige Art des Vortrags – sie sind immer auf der politischen Höhe der Zeit und untermalen dies mit Gesang zur Gitarre. Dummerweise war die Plagiatsaffäre um zu Guttenberg noch ganz frisch, so dass sie schwer zu recherchieren und zu reimen hatten in dieser Zeit. Aber auch hier ein gekonnter Vortrag, sauber ausgearbeitete Pointen und Lieder machten Lust zuzuhören – das ein - oder andere sollten sich die Damen und Herren in Berlin mal hinter die Ohren schreiben.

Weiter ging es mit tierischem Besuch. Affe Willy hatte seinen ständigen Begleiter Klaus mitgebracht um bei uns vorbeizuschauen. Besser bekannt sind sie ja als Klaus und Willy – eine ventriloquistische Nummer der Extraklasse! Was das bedeutet? Na, Klaus ist Bauchredner – und zwar einer der ganz wenigen, bei denen man keine Sprechbewegungen erkennen kann. Wirklich großartig. Affe Willy geht auf das Publikum ein, weißt auch schon mal einen störenden Gast zu Recht und kann überhaupt alles aussprechen, was unsereins auch gerne mal täte, sich aber aus verschiedenen aus Gründen lieber verkneift. Leider geht auch der schönste Vortrag mal vorbei und auch der verdienten fünfstufigen Rakete verabschiedeten wir die beiden.

Allerdings nur, um das nächste Highlight zu empfangen. Die Rhienstätder hatten - nachdem die Barhocker aus Unkeln leider krankheitsbedingt absagen mussten – kurzfristig ihr Kommen zugesagt – und sie legten einen Auftritt hin, der den Jecken und den Säcken in die Beine und ins Ohr ging. Keinen, den es noch auf den Stühlen hielt, alles klatschte und sang begeistert mit und der Schwaadsack verpflichtete die Herren und die Dame gleich auf der Bühne für die Sitzung 2013. Wir halten Wort und freuen uns jetzt schon wieder auf Euch!

In der Zwischenzeit hatte auch unsere Kathrinchen-Känguru eifrig das feierwütige Volk um Spenden für unser Patentier angegangen und wieder mal hat sie sich selber übertroffen: 360 Euro konnte der Geldsack (Pitti) entgegennehmen – da werden sich „unsere“ Beuteltiere im Krefelder Zoo freuen!

Etwas sehr Wichtiges fehlte allerdings noch – wann wird endlich das diesjährige Saalprinzenpaar bekannt gegeben? Der richtige Zeitpunkt war nun gekommen. Claudi und Clauti hatten sich mit Mikrofonen bewaffnet ins Publikum begeben, um jeweils eine Dame und einen Herrn als Helfer anzuheuern. Machten sie den beiden doch klar, dass diesmal die Wahl sehr schwierig war und aus jeweils 3 Umschlägen der Name des Prinzen, der Prinzessin gezogen werden müsste. Die beiden sagten auch sofort gerne ihre Hilfe zu, nicht ahnend, dass in den Umschlägen jeweils ihre eigenen Namen verborgen waren, denn natürlich hat die Saalprinzenfindungskommission schon lange ihre Wahl getroffen. Umso größer war die Freude bei den Helfern Thorsten Sellmer (Mecki der Igel) und Petra Bricout (Engelchen), als sie verstanden, dass sie nun selber in Person ein Jahr lang Saalprinzenherrscherpaar über das labersäckische Volk sein werden.

So traurig es auch immer ist – irgendwann steht auch der letzte Programmpunkt auf der Bühne. In diesem Jahr waren das die Showtrompeten aus MG-Odenkirchen in ihren knallbunten Outfits, die auch zum guten Schluss das mittlerweile schon etwas erschöpfte Publikum von den Sitzen holte und mit schmissigen Ohrwürmern und Karnevalsliedern in Schwung brachte.

Ein sehr gelungener und bunter Abschluss für unsere Doppeljubiläumssitzung, die natürlich wie in jedem Jahr damit endete, dass alle Labersäcke auch die Bühne kamen. Mittlerweile wird die für uns inzwischen 20 Leute schon etwas eng –– und wir mit Gitarrenbegleitung unseres Schwaadsack mit unseren Gästen Country Roads – wie immer zweimal Englisch einmal Deutsch - anstimmten. Und ebenfalls wie immer – nach Hause gingen wir noch lange nicht und auch später bei Manni und Anne im Drüjen Patruon gingen auch erst sehr spät die Lichter aus.

Aber wie immer sagen wir an dieser Stelle: nach der Sitzung ist vor der Sitzung – wir sehen uns wieder am 12. Februar 2012. Bis dahin 3 x Labersäcke KRAWUMM !!!!!


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